Tapnovels? – Was ist das denn?

Was soll das bedeuten? – Nun, es ist ein kleines Wortspiel aus dem englischen Tap (Tippen) und Novel (Roman / Geschichte). Also geht es um „Tipp-Romane“?

Sicher werden Romane, wenn sie nicht diktiert werden, in der Regel getippt, also aufgeschrieben und gesetzt, damit ein Buch daraus werden kann.

Bei den Tapnovels bezieht sich der Wortteil Tap jedoch auf das Tippen auf einem Bildschirm. Soll heißen: Tapnovels werden in erster Linie – aber nicht ausschließlich – zum Lesen auf einem mobilen Endgerät, also einem Tablet oder Smartphone entwickelt. Also dem technischen Instrument, mit dem sehr viele Menschen tagtäglich in Verbindung stehen.

Aber natürlich können Tapnovels auch auf dem PC oder Laptop gespielt – ups – gelesen werden.

Und da sind wir bereits beim nächsten Aspekt der Tapnovels. Sie sind eben nicht nur zum Lesen da, sondern, je nach Konzeption, auch mit einem spielerischen Akzent belegt. Das heißt, die Geschichten entfalten sich nicht nur durch alleiniges Lesen der Texte, sondern vielmehr durch Interaktion mit demselben. Worte können angetippt / angeklickt werden und eröffnen weitere Perspektiven und Seiten der Geschichte. Etwas Typisches für diese besondere Art der Erzählweise: dem Hypertext. Ähnlich wie auf einer Webseite, die ja ebenfalls in der Hypertext Markup Language (HTML) geschrieben wurde 😉

Einigen sind vielleicht noch die CYOA Spielbücher aus den 80er – 90er Jahren in Erinnerung? Choose Your Own Adventure hieß das damals (und heute natürlich auch noch). In diesen Büchern wird die Geschichte bis zu einem gewissen Punkt erzählt. Dann wird der Leser (oder die Leserin – ich verwende auf dieser Webseite das generische Geschlecht und schließe niemanden damit aus). Also der Leser wird dann vor eine Wahl gestellt und muss auf einer entsprechenden anderen Seite des Buches mit dem Lesen fortfahren. Je nach Entscheidung nimmt die Geschichte dann einen anderen Verlauf.

Es ist klar, dass im Umfang eines Taschenbuches die Geschichten nicht sonderlich lang sein konnten und so war das Vergnügen oft von recht kurzer Dauer (persönliche Erfahrung).

Bei den Tapnovels ist das aber anders. Die Computertechnologie und in diesem Fall das Internet bieten hier ganz andere Volumina für Geschichten. Und genau dies machen sich Tapnovels zu nutze.

Allerdings gehen Tapnovels einen etwas anderen Weg als reine CYOA Bücher. Tapnovels sind hier hybrider unterwegs.

Sie vereinen die Funktionen der CYOA, also die Verzweigung der Geschichte mit Elementen des klassischen Adventures. Das heißt, es können z.B. „Gegenstände“ aufgenommen, mitgenommen und/oder benutzt werden, um die Geschichte voranzutreiben.

Das erweitert das Leseerlebnis noch um einen spielerischen Akzent, wie oben erwähnt.

Alles Weitere werde ich im Blogteil dieser Webseite ausführen.

Viel Spaß!