Eine „alte Liebe“

Wer wie ich edv-mäßig Mitte der 80er Jahre „groß“ geworden ist, wird Vieles vom dem, was sich auf diesen Seiten abspielen wird, kennen. Sofern er oder sie sich noch daran erinnern kann – alt wie wir ja schon sind. 🙂

Ach gleich eine Vorbemerkung, weil ich wirklich keine Lust habe, mich mit jemanden herumzustreiten, der anderer Meinung ist. Ich werde auf diesen Seiten auf keinen Fall gendern. Punkt. Ich verwende das generische Geschlecht. Damit wird niemand diskriminiert oder benachteiligt. Alle Menschen ob Mann oder Frau oder wofür man sich hält, sind gleichwertig. Nochmal Punkt. – Und wem es nicht passt: Niemand wird gezwungen, diese Seiten zu lesen.

So. Nun habe ich mir die ersten „Freunde“ gemacht. Such is life.!

Schon seit ich meine ersten Schritte mit dem Commodore 64 (der „Brotkiste“) gemacht habe, faszinierten mich Adventures. Anfangs waren das natürlich noch rein textorientierte Programme, die – sofern sie nicht sehr gut gemacht waren – einen dazu zwangen Worte zu raten. Synonyme waren leider einigen Programmierern nicht bekannt. Dann war es schon mal wichtig „mache Kiste auf“ als Befehl einzugeben. „Öffne Kiste“ kannte das Programm einfach nicht. So etwas frustriert.

Und so war es kein Wunder, dass mich „damals“ das Adventure Game Toolkit vom Marc J. Welch sehr faszinierte. Das konnte Dinge wie: „look at the chest“ und dann konnte man nach der erhaltenen Beschreibung gleich schreiben „open it“. Das heisst, das Teil war so klug zu „wissen“, dass sich das „it“ auf die „chest“ bezog. Das war schon ein ganz anderes Kaliber. Und noch ganz andere Satzkonstruktionen ließen sich mit dem AGT bewerkstelligen. Ich war begeistert.

An anderer Stelle beschreibe ich sicher noch mal, wie ich mir dann den Sourcecode und die Genehmigung (schriftlich!) von Mark J. Welch besorgte, das AGT für die deutsche Sprache umzubauen und im EMEA Raum zu vertreiben. Jaha! Das war ein Ding, über das ich mich heute immer noch freue. – Aber wie gesagt, ein andermal mehr.

Alte Liebe ist das Thema.

Die Adventures begleiteten mich dann über die Jahrzehnte hinweg bis heute. Aus den Textadventures wurden dann Textadventures, die mit Grafik versehen waren (z.B. „The Pawn„).

 

Und später sogar mit animierten Charakteren und Texteingabe (z.B. „Space Quest I„).

 

Bis wir schließlich dann über mein Lieblingsadventure „The Dig“ hin zu den modernen Klassikern wie „Syberia“ u.a. kamen.

 

 

Auf jeden Fall ließen mich gut erzählte Geschichten auf dem PC nie wirklich los.

Doch noch mehr Freude bereitete mir die Beschäftigung mit der dahinterliegenden Technik und das Erstellen eigener Adventures.

Sicher gibt es andere Cracks hier in den Weiten des World Wide Webs, die schon viel mehr und professioneller Spiele gebaut und veröffentlicht haben. Dazu fehlte mir einfach immer die Zeit und natürlich auch das Können. Mit „Turbo Pascal“, mit dem ich am Adventure Game Toolkit gearbeitet hatte, kam ich irgendwann nicht mehr weiter, weil es von der Zeit und der Technik überholt worden war. Als weitere Programmiersprache erlernte ich eine 4G Sprache, die sich für mein Hobby nicht verwenden ließ (zumindest nicht ohne dabei lizenzrechtliche Probleme zu bekommen). Also schlief mein Hobby für lange Zeit ein und ich „begnügte“ mich hin und wieder mit dem Spielen von Adventures.

Erst mit einer Software, die vom Ansatz her gar nichts mit Adventures zu tun hat, begann ich dann ein größeres Projekt. Dieses Point & Click Adventure nahm viele Jahre in Anspruch. Nicht weil es so umfangreich war, sondern weil ich immer nur sporadisch neben dem Beruf und dem richtigen Leben dazu kam.

Die Software war „Mediator 9“ und das fertige Adventure heisst „Die Abenteuer das Archibald Lektor“.

Screenshot – Mediator

Und nach dem ich „Archibald“ dann endlich veröffentlich hatte – Das Spiel kann übrigens hier kostenlos runtergeladen werden – fehlte mir ein neues „Projekt“.

Das führte mich dann letztendlich zu dieser Seite hier und den (für mich) jetzt aktuellen Tapnovels. Wie es dazu kam und wie und was und so…. darüber werde ich zu gegebener Zeit berichten.